„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft?“

Im FOCUS-Online vom 9.5.2019 stand folgende Schlagzeile:

„Wir erleben gerade den Beginn des Untergangs der Fleischindustrie.“

Es ist ein sehr interessantes Phänomen. Der Unternehmensberater Andreas Franken (franken-consulting.org) vergleicht den Wandel in der Fleisch- bzw. der Tierprodukte-Industrie mit dem Wandel im Bergbau (Abschaffung), in der Energiewende (erneuerbare Energien) oder der Auto-Industrie (E-Mobilität), also eine gewaltige Veränderung.
Die Süddeutsche Zeitung vom 3.3.2014 schreibt: „Medien bezeichnen Deutschland immer wieder als das Schlachthaus Europas. Das Land steht in der Schweineschlachtung mit mehr als 58 Millionen getöteten Tieren pro Jahr auf Platz 1 der europäischen Spitzenproduzenten, beim Rindfleisch auf Platz 2 hinter Frankreich. Auf dem größten Geflügelschlachthof Europas im niedersächsischen Wietze schlachtet eine Maschine 450 Tiere pro Minute.

Der berühmte russische Humanist und Dichter Leo Graf Tolstoi (1828-1910) prägte den Satz:

„Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.“

In einem Interview der „Welt“ vom 14.5.2019 mit der früheren Agrarministerin Renate Künast (Grüne) berichtet diese, dass zur Fleischmast sehr häufig Soja verwendet wird. Um genügend Soja zu erzeugen, sind ungeheuer große Flächen tropischen Urwaldes abgeholzt worden, besonders in Süd-Amerika und in Asien. Dabei wird mit 9 kg Soja-Eiweiß 1 kg Fleischeiweiß erzeugt. Das ist eine wahnsinnige Verschwendung des hochwertigen Soja-Eiweißes. Auch aus diesem Grund hat die chinesische Regierung das Ziel vorgegeben, den Fleischkonsum um 50% zu reduzieren. Auf diese Weise könnten viel mehr Menschen mit genügend Eiweiß versorgt und ein Eiweiß-Mangel viel eher vermieden werden.
Aufgrund einiger wissenschaftlicher Studien mit Zehntausenden von Vegetariern ist nachgewiesen, dass diese Bevölkerungsgruppe wesentlich gesünder ist als der Gesamtdurchschnitt. Besonders Herzinfarkt, Bluthochdruck, Diabetes und auch Krebs tritt wesentlich weniger auf als in der übrigen Bevölkerung.
Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist ein zunehmender Trend zu vegetarischer und z.T. auch veganer Ernährung festzustellen. Das hängt in der heutigen Zeit hauptsächlich mit den Themen Massentierhaltung, Tierschutz und Umweltschutz zusammen. Dabei wissen diese jungen Menschen natürlich auch, dass sie nicht nur zur Besserung der Umwelt, sondern auch wesentlich zur Erhaltung ihrer eigenen Gesundheit beitragen. Nach Ansicht vieler Experten wird diese Erkenntnis und Änderung der Lebensweise immer größere Bevölkerungskreise erfassen. So soll die Aktie „Beyond Meat“ (Fleischersatz-Hersteller) bei ihrem Börsenstart in den USA innerhalb eines Tages um das Dreifache gestiegen sein.
Auch einige Großinvestoren wie Bill Gates, Sergej Brin, Leonardo DiCaprio, Founders Fund, Khosla Ventures u.a. sollen schon seit längerem intensiv in innovative Fleisch-Ersatzprodukte investieren. Diese Menschen „riechen“ das große Geld bei der Umsetzung der Ernährungsänderung.

Vegetarier leben (meistens) gesünder, sind weniger krank und trotz Fleischverzicht nicht unglücklich. Und vegetarisch lebende Menschen möchten Fleisch oft gar nicht mehr riechen, z.B. an Wursttheken, Würstchenbuden oder an Schlachthäusern. Und sie haben meist ein gutes Gewissen gegenüber der Umwelt, gegenüber den Tieren und ihrem eigenen Körper.

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